Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

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zeitmaschine
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von zeitmaschine » 23.10.2017, 15:23

Hi,
Hab ja selber gerade nen Scheunenfund in der Mache, Kadett B, 20 Jahre stillgestanden. Bevor der Besitzer dieses Jahr verstorben ist kam er noch zu einem "sogenannten" Restaurationsbetrieb für Oldtimer, und tatsächlich stehen da in der Halle durchaus anspruchsvolle Fahrzeuge wie Fiat Dino und Alfas....
Wie auch immer, die haben den Motor gnadenlos mit Starterpilot angeworfen und aus dem Stand heraus eine Tüv-Vollabnahme unternommen um den Arbeitsaufwand für die Wiederinbetriebnahme berechnen zu können. Er hat sogar noch irgendwo an der Vorderachse eine Teilbremswirkung gehabt, hinten allerdings die Zylinder festgefault....:-) Möglicherweise haben die das Motoröl gewechselt, das zumindest sieht gut aus, der Sprit ist allerdings auch 20 Jahre alt....
Da die Kiste eh schon angeworfen war und sich der Motor wohl eh freigeschmirgelt hat habe ich das Teil auch mal gestartet und abgesehen von gruseligem Gestank des Altsprits lief die Kiste mit stabilem Standgas und völlig gesundem Motorengeräusch ziemlich rund. Am Anfang böse gequalmt aber nicht vom Öl...wohl vom Sprit, aber auch das hat sich gegeben.
Inzwischen habe ich den Vergaser zerlegt, der hat überall die Suppe rausgedrückt und war unter all dem Dreck kaum noch zu finden. Deckel sowas von verzogen, Fall fürs Altmetall, Drosselklappenwelle mit ewig Spiel, Dichtung zum Flansch völlig verfault.....eigentlich ein Wunder das der Hobel überhaupt lief....also was ich eigentlich erzählen will.....20 Jahre Standzeit kann......aber muss nicht unbedingt dem Motor Böses antun. Wünsch euch jedenfalls alles Gute mit dem Rex.....gefällt mir mitsamt seiner Geschichte...
Viele Grüße,
Wolfgang
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zeitmaschine
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von zeitmaschine » 23.10.2017, 15:25

ups...falsches Bild :-) das macht mehr Sinn...
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JayRek1970
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von JayRek1970 » 23.10.2017, 16:10

Warum der Motor sich so bisher nicht hat drehen lassen, kann ja alles Mögliche als Ursache haben. Die einfachste und logischste: Zumindest ein Zylinder steht auf Verdichtung oder Arbeit (Ventile zu). Wenn es nur das wäre: Schön. Wir werden sehen.

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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von JayRek1970 » 23.10.2017, 16:16

Im Öl war übrigens Benzin zu finden. Nun ja. Schaun m'r mal. Besser als Wasser...

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zeitmaschine
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von zeitmaschine » 23.10.2017, 16:41

Definier doch mal was genau "lässt sich nicht drehen" heisst, wo hängts? Nimm doch mal spaßeshalber den Keilriemen ab und schau ob sich die Nebenaggregate bewegen lassen. Festgefaulte Lima oder Wasserpumpe? Ich wär da viel zu neugierig um nicht als allererstes zu erkunden was mit dem Motörchen los ist. Eine Maschine anzuwerfen die 20 Jahre stand muss wirklich nicht sein, aber ob es dreht und wie es dreht ist ja schon ein Punkt. Und wenn sichs mit dem Schraubenschlüssel nicht mehr drehen lässt.....dann kannst ja schon mal überlegen ob nicht ein anderes Aggregat sinnvoll wäre......und wenn es dreht....dann kannst du immer noch überlegen welchen Aufwand du treiben willst....billig und schmutzig oder teuer und edel....:-)
VG
Wolfgang (übrigens unter der Woche auch selber Schwarzwälder....)

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Eremit
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von Eremit » 24.10.2017, 06:46

Sehr schön, dass ihr euch des Familenerbstücks annehmt, anstatt es einfach wegzugeben.

[mention]the Brain[/mention] Gibst du uns kurz eine Aussage zu dem Adremaschild? Ich bin gespannt!

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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von JayRek1970 » 20.11.2017, 14:36

Sodele, jetzt gibt es mal wieder etws zu berichten.
Zum Blech:
die eine oder andere Roststelle haben wir mal abgebürstet - und wie schön - darunter kein Lochfraß sondern massives Blech. Das wird wieder.
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Wobei an Kotflügel-Übergang zur Front sieht das nicht so toll aus.
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Zum Chrom:
Radkappen und Stoßstangen wurden wieder auf Hochglanz poliert (ja es gibt Wichtigeres, aber der Sohnemann soll ja von Anfang an mitmachen)
Zum Motor:
Das ist eine Baustelle. Den Deckel haben wir mal runter und Kerzen raus. Da war definitiv Feuchtigkeit drin und es ist Rost auf dem Kopf (siehe Foto).
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Also Entscheidung: Motor und Getriebe kommt raus und wird gesandstrahlt/überholt. Aber die Kette sieht noch gut aus und es ist nicht wirklich viel Material weg.
Da der Wagen auch im Alltag verwendet werden soll überlegen wir in dem Zuge auch von Solex auf Weber(E) umzubauen.

Bremsen machen wir komplett neu - der Sicherheit wegen. Wir wollen uns - mit fachkundiger Hilfe - an den Umbau hin zu den innenbelüfteten Bremsen machen. Auch weil es keine Bremssättel (ohne Austausch) zu kaufen gibt. Ist es dabei zu empfehlen den Bremskraftverstärker von Sprint/Commo zu verwenden?

Wenn der Motor schon mal raus ist wird der Motorraum gereinigt/lackiert.

Also es geht jetzt so richtig los. I'll keep you posted!

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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von JayRek1970 » 16.10.2018, 14:24

Hallo zusammen,

lange habe ich nichts hören lassen. Unser Projekt wurde viel größer als gedacht und es hat nun ein Jahr gedauert...
...aber seit letzter Woche rollt der Rekord wieder auf deutschen Strassen!

Wo fange ich an?

Zunächst einmal der Motor. Wie bereits vor langer Zeit geschrieben war der Motor fest. Sowohl Kopf als auch Zylinder/Kolben waren stark korrodiert. Also blieb uns nichts übrig, als den Motor auszubauen, z.T. mit roher Gewalt zu zerlegen und von Grund auf neu aufzubauen. Zylinder wurden neu gebohrt und gehont. Kolben neu, Zylinderkopf neu gebraucht. Ventile neu und Ventilsitz klopffest gemacht.
Bremsen rundherum neu (außer Hauptbremszylinder, der nur überholt). Ein Umbau auf innenbelüftet vorne scheiterte an der Verfügbarkeit von BMW Sätteln...

Die Karosserie hatte wie erhofft wirklich sehr wenig Rost. Dennoch entschieden wir uns für eine komplette Neulackierung in Originalfarbe mit allen nötigen Vorarbeiten, so dass wir dauerhaft Freude haben. Lediglich die Frontscheibe blieb drin, da wir im Falle des Falles keinen Ersatz bekommen hätten.

Den Vergaser haben wir getauscht - von Solex zu Weber - so dass wir uns mit der Einstellung leichter tun.

Daneben jede Menge Kleinigkeiten - Hörnchen zum Überarbeiten und neu verchromen, Waschanlage neu, Zündverteiler neu/alt, Wasserpumpe überholt, Alle Gummis neu usw.

Dann der Tag an dem der Motor wieder ist Auto kam und noch emotionsvoller der Tag an dem er zum ersten Mal wieder zum Leben erweckt wurde (beim ersten Anlauf warren noch die Nockenwellenlager falsch montiert - Gefahr der mangelnden Ölversorgung noch rechtzeitig gemerkt). Dann der TÜV und die H-Prüfung. Der Prüfer war wirklich pingelig: geänderter Luftfilter gefällt nicht, Verlegung der Batterie in Kofferraum gefällt auch nicht, Riss in Rückbank ein Drama. Nun ja. Wir haben es trotzdem geschafft.
Und - Ist er nicht eine Schönheit geworden?

Was steht noch an? Der Sattler wg. Sitzen und Rückbank. Der Tankgeber tut nicht. Weiss hier jemand, wo ich Teile bekomme? Meine bisherigen Quellen sind alle "trocken"? Der Tacho muss zum überholen - macht heftigste Geräusche. Das Lenkgetriebe ist noch undicht und der Motor schwitzt am Übergang zum Getriebe...

Uns wird nicht langweilig, aber...
...wir fahren!

Und das Kennzeichen - ich hatte es gesagt...

LG
Marc
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von mp3 » 16.10.2018, 16:01

JayRek1970 hat geschrieben:
16.10.2018, 14:24
... Der Tacho muss zum überholen - macht heftigste Geräusche. ....
Erstmal herzlichen Glückwunsch zum Richtfest. Ach nee, das ist ja schon überschritten. :mrgreen:
Tacho kann ich machen.
Klemm ihn besser sofort ab, bevor er weiteren Schaden nimmt oder dir die Tachowelle killt.
Gruß Stefan

Tacho, Dimmer, Zündschloss, Warnblinkschalter defekt, Uhr defekt oder Umbau auf Quarzwerk? Kein Problem!

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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von spatenshifter » 16.10.2018, 16:08

Sehr chic.
Zum Weber würde mich interessieren, ob der ori. Filter (Auswaschversion) oder der mit Wechseleinsatz (Rek D?) wegen des Adapters so gar nicht unter die Haube passt oder ginge das?

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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von JayRek1970 » 16.10.2018, 16:34

Den Weber habe ich von splendidparts. Machen vor allem GT-Teile. Ich habe auch noch (wg. TÜV) einen Adapter für den Original Luftfilter. Noch nicht in Betrieb gehabt, sollte aber gehen und lt. dem Anbieter auch so gedacht.

spatenshifter
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von spatenshifter » 16.10.2018, 17:34

Bei Splendidparts hab ich ihn in den versch. Versionen was Luftfilter angeht auch gesehen. Den offenen würde ich jetzt nicht unbedingt haben wollen.
Ist lt. Shop beim GT platzmäßig wohl nix aber wieviel Luft noch unter der Rek Haube wäre wissen die auch nicht.
Wenn du es mal getestet hast, gib mal bitte Bescheid

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Baldrian
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von Baldrian » 16.10.2018, 19:23

Der orig Luftfilterkasten passt nicht mit dem Adapter unter die Haube.
Ich habe bei mir den Luftfilterkasten vom Ascona/Manta genommen und den unteren Ring abgeschnitten.
Drei! Schrauben durch (oben rechts zu stark gebogen/ leider zuspät bedacht). Die vierte Schraube geht nur durch den Adapter.
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spatenshifter
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von spatenshifter » 17.10.2018, 19:24

Wo ist denn der Unterschied zw Man/Asc Lufi zum Rekord?

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Baldrian
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Re: Unser Scheunenfund - Rekord C 1900L

Beitrag von Baldrian » 17.10.2018, 21:22

Der orig Luftfilterkasten ist geschlossen. Der wird auch nur ausgewaschen.
Bei dem vom Ascona/Manta kannst du den Deckel aufmachen. Den Filter tauschen und wie bei mir auch einfach ein paar Schrauben durch den Boden jagen ;-)

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