Commodore GS2800 Resto

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Daniel H
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 20.12.2017, 19:21

Ich wollte das Blech erst selber machen da es relativ einfach gehalten ist. Aber bei mir ist dieser Buckel schön halb weg gerostet und übergebraten. Hab mir dann fix eins in der Bucht bestellt und schön angepasst. Das Ding ist ja auch nur zum überbraten gedacht.
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Durchgewurstelt
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Durchgewurstelt » 20.12.2017, 19:23

Hast du die erfordlichen Werkzeuge alle da um diese Superbleche herzustellen oder machst du die alle mit der Hand?

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Dirk
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Dirk » 20.12.2017, 20:52

....finde die Sache auch richtig gut. So als Laie, immer wieder erstaunt, wie schnell und sauber das geht. Schweissnähte sind auch sehr ansprechend.
Gelernt, ist halt gelernt. Was du hier abziehst, da wären garantiert über 90% der hiesigen Mitglieder überfordert(mich inclusive).

Daniel H
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 20.12.2017, 21:49

Ja das verstehe ich, dass es für viele Magie ist. Aber manchmal muss man sich einfach nur trauen. Ich weiß, das ist leichter gesagt al getan. Doch in meiner Lehre habe ich sowas auch nicht gemacht. Oft nur Unfallschäden auf der Richtbank.

Mir wird es dafür mit der Mechanik schwerer fallen, besonders Motor und Vergaser. Aber Angst habe ich da auch nicht. Ich machs einfach :mrgreen:

Das Bodenblech vom letzten Beitrag war ja ein fertiges Reparaturblech. Das hab ich nur ein bisschen angepasst damit es ordentlich passt.
Für die selbst angeferigten Bleche habe ich lediglich einen Schraubstock, ein paar Hämmer, ein paar Rohre, ein Ausbeuleisen und viel Fantasie :icon_chor_01
Für die Socken z.B. bei dem Schwellerblech habe ich ein Stück Rundmaterial an einen Meisel geschweißt.

Aber es freut mich, wenn euch das gefällt und vielleicht ermutigt das den ein oder anderen.
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Daniel H
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 21.12.2017, 08:17

Ich meine natürlich für die Sicken und nicht Socken :icon_totlach_02
Das kommt davon, wenn ich das immer mit dem Smartphone schreibe :mrgreen:
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 21.12.2017, 21:30

Habe jetzt den hinteren Längs.- u. Querträger auch wieder drin. Hat alles wieder gut gepasst 😉
DSC_0789_1513172545111.JPG
Hier noch ohne Träger
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Im hinteren Bereich noch nicht mit dem Achsbogen verbunden. Der wird auch noch ausgetauscht
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 21.12.2017, 21:34

DSC_0799_1513172540112.JPG
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 21.12.2017, 21:43

Und wo ich dann schon mal dabei war, habe ich auch gleich den Innenschweller eingeschweißt, weil er so schön gepasst hat ohne irgendwelche Anpassarbeiten :icon_daumen_01 :-P
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Alle Bleche, an die ich nie wieder dran komme streiche ich min 2-3 mal mit Rostschutz
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zeitmaschine
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von zeitmaschine » 21.12.2017, 22:38

....das muss schwarze Magie sein.....:-) Wozu hast du eigentlich ne Rohkarosse geholt? Ein paar Bilder vom Original, ein paar Maße und ein Stapel Blechtafeln und du hättest dir das Teil neu schnitzen können....die Kombi Qualität, Schnelligkeit und dieses herrliche auf dem Boden rumschrauben haut mich immer wieder um. Bis wann ist die Karre eigentlich fertig? Dreikönig?!?
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 22.12.2017, 10:17

Mein Ziel ist es, dass ich 2018 mit den Schweißarbeiten fertig werde und dass er dann so Ende des Jahres zu Lackierer kann.
Gruß Daniel
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Marc89
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Marc89 » 22.12.2017, 11:33

Erstmal großen Respekt für die sehr saubere Arbeit, die du hier ablieferst. Lese hier gerne mit. Wie andere auch wundere ich mich wie man so top Bleche herstellen kann. Wenn ich da an meine "Künste" denke :mrgreen:
Deshalb hätte ich eine Frage an dich: Würdest du neben den Fortschritten auch bisschen auf den Bau der Bleche eingehen? Also sozusagen Schritt für Schritt bebildern, wie du das gemacht hast? Damit man einen Eindruck bekommt wie man vorgeht, wie man Maß nimmt, welches Werkzeug man wofür benutzt und worauf man zu achten hat.
Muss ja nicht bei jedem Blech sein, aber gerade bei so komplizierten Blechen wäre das sehr interessant und würde mit Sicherheit dem einen oder anderen weiterhelfen:

Bild

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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 22.12.2017, 11:46

Moin Marc
Danke für dein Interesse an meiner Arbeit. Das motiviert mich natürlich ungemein.
Und die Anregung ist für mich auch absolut in Ordnung, dass ich da auf einzelne Arbeitsschritte näher drauf eingehe. Das mache ich gerne. Aber ich muss gestehen, manchmal bin ich selber erstaunt, wie gut das Ergebnis geworden ist. Z.B. Bei dem Bodenblech.
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 22.12.2017, 12:18

Aber auf das Bodenblech kann ich ja gleich mal näher drauf eingehen. Leider habe ich da keine Bilder von den einzelne Bauabschnitten. Aber ich werde das in Zukunft ein bisschen berücksichtigen.

Als erstes ermittelt ich bei etwas komplizierteren Firmenbuchnummer den Blechbedarf mit Hilfe einer Pappschablone.
Auch hier musste ich lernen das Teil immer einiges größer zu machen, weil wir schon öfters mal ein paar mm gefehlt haben :oops:
Dann muss man sich über die Reihenfolge der Arbeitsschritte Gedanken machen. Das ist sehr wichtig.
Sonst kann es passieren, das man irgendwann nicht weiter kommt bzw. Mit sehr großem Aufwand oder das gute Ergebnis Bus dahin wieder futsch macht.

Im Falle des Bodenbleches habe ich mir erstmal ein Rohre gesucht, was dem Radius des Bodenbleches entspricht. Das muss nicht genau passen, das kann man dann von Hand nachbiegen.
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Als 1. Rohre mit Blech in Schraubstock gespannt und mit der Hand drumrum gelegt. Mir einem Leichteren Hammer (so 250g) nochmal leicht nachgearbeitet.
Das Blech hat jetzt eine 90 Grad Form mit entsprechendem Radius.
2. Die Obere Kante für den Schweller im Schraubstock mit Hilfe eines Hammer abgekantet. Jetzt hatte ich schonmal die Längsform. Das war der einfacher Teil. Nun hat das Blech durch die Kantung aber genug Stabilität dass man es jetzt besser 3Dimensional umformen kann. Im unterem Bereich habe ich dann noch den Winkel zum Boden gekantet. Sind 45 Grad und der Winkel ist nicht so scharf. Da gibts dann mehrere Möglichkeiten. Mann kann das Blech wieder mit einem Stück Rundmaterial ca. 5mm in den Schraubstock spannen und beiden oder es reicht manchmal es einfach über eine nicht so scharfe Kante z.b. Über die Werkbank zu beiden.
als nächstes habe ich die 3D Form auf einem Hackklotz und einem Holzhammer mit großem Radius getrieben. Aber langsam Stück für Stück. Immer wieder probiert. Hier hat mir die Halbrunde Mulde von dem Hackklotz geholfen. Jetzt noch ein bisschen mit einem Schlicht und Ausbeulhammer nacharbeiten, ein bisschen mit den Händen hier u. Da nachbiegen u fertig
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Hier sieht man, dass ich mit meiner Form nicht ganz hingekommen bin und diagonal doch noch ein Schnitt gemacht habe um Spannung aus dem Blech zu nehmen
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Scheich » 22.12.2017, 12:59

sieht gut aus hast ja schon einiges geschafft :icon_daumen_01

den Beitrag habe ich damals gerne verfolgt e.v. für Dich auch interessant ?

viewtopic.php?f=18&t=5891&hilit=blecharbeiten

gruss carsten
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Re: Commodore GS2800 Resto

Beitrag von Daniel H » 22.12.2017, 13:09

Hallo Carsten,
Das ist genau der Bericht, der mich ermutigt hat mir meine Karre zu kaufen. Das ist absolut tolle Arbeit, was Herr Wernersen da gezaubert hat. Er hat meine Hochachtung. Wie gesagt, ohne diese seher geille "Anleitung" hätte ich mir meinen nicht gekauft. Ich hab den ganzen Tröt ausgedruckt, als Hefter zusammen gebunden uns nutzen es das ein oder andere mal als Nachschlagewerk.
Weiß jemand, was aus dem Wagen geworden ist. Man hat ja da lange nix mehr gehört.
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