E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

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Joan
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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von Joan » 05.11.2019, 22:19

Der Müll in Indien ist ein Problem aber kein vorrangiges für die Diskussion eines Antriebs der den Planeten schonen soll.
Genausowenig hilft der Einwand das viele Rohstoffe den Ärmsten aus ihren blutigen Händen gerissen werden.
Das muss zwar im Endeffekt geklärt werden aber das sind keine physikalischen Probleme sondern Politische.

Es gibt auf die Eingangsfrage keine einfache Antwort, mir wäre es jedenfalls egal wie die Kiste vorwärts kommt.
Aber ich würde mich freuen dabei die Umwelt eher zu schonen anstatt zu schädigen.
Ich bin gerne in der Umwelt.
Zu sagen mir gefällt dieses oder jenes Besser hilft ja nicht. Fakten zählen.

Im Moment erzeuge ich mehr Abwärme als Vortrieb bei hohen Emissionen. Als technisch interessierter Mensch ist das keine Zielvorstellung.
Ein E-Motor hat quasi nur Vortrieb und ist damit sehr interessant.

Die Frage ist also wo kommt der Saft her?

Und egal welche Generation aber sich den Wind um die Ohren blasen zu lassen wird immer Interessenten finden...
Commodore Coupe GP (Grand Plaisir), Automatic Bj. '71

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Joan
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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von Joan » 05.11.2019, 22:24

Commodore Coupe GP (Grand Plaisir), Automatic Bj. '71

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sable
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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von sable » 06.11.2019, 00:40

Na sowas, bei der Betrachtung wurde die Produktion des Auto vergessen. Wasserstoff ist im Vergleich zum akkubetriebenen Auto vorn. Batterien sind halt eine Hypothek für die Gesamtökobilanz. Wenn Wasserstoff aus Erdgas und Strom der normale Mix aus dem Netz "getankt" wird, holen beim CO2 beide E-Antriebe während eines Autolebens nicht mal einen Diesel ein. Ein erdgasbetriebener Pkw ist noch CO2 neutraler unterwegs.
Wenn Wasserstoff und Strom 100% regenerativ hergestellt werden sieht die Bilanz schon viel besser aus. Beim Wasserstoff gibt es allerdings ein Transport- und Versorgungsproblem. Hohe Investitionskosten. Das wird noch sehr lang so bleiben. Wenn Wasserstoff allerdings als Alternative gewollt ist, dann könnte es ein bisschen schneller gehen.
Akkubetriebene Autos, die zu 100% regenerativ unterwegs sind, das ist doch heute die Ausnahme. Auch in dem Bereich muss noch die Infrastruktur geschaffen werden um ein paar Millionen E-Autos zu versorgen. Und woher soll dann der zusätzlich benötigte Strom kommen? Stichwort: Energiewende!
Verbrenner wird es noch lang geben, der ist noch nicht tot!

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Harry Vorjee
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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von Harry Vorjee » 06.11.2019, 08:01

[*]Es gibt bereits synthetischen Sprit. Auch das wäre eine Möglichkeit.

Das ist wohl richtig, aber der wird vom Bund noch nicht zugelassen. BOSCH hat einen Treibstoff entwickelt, der fast überwiegend aus "Müll" produziert werden kann. Das ist aber im Moment nicht das, was der Bund möchte.

Als Jahrelanger Servicetechniker für Elektrogabelstapler kann ich sagen, das LI Ion Akkus zur Massenbewegung der falsche Weg ist und wie so oft schon beschrieben Umwelttechnisch die größte Katastrophe, sowohl in der Herrstellung, als auch in der Entsorgung, da gibt es nämlich noch gar keinen Plan und es wird so kommen, dass man sich beeilen muß die Atomendlager zu räumen, damit man Platz für Li Ion-Endlagerstätten hat. Ach ne, die kippen wir dan einfach in die zerstörten Gebiete, wo der Rotz jetzt abgebaut wird.

Fakt ist einfach, sobald der Mensch sich ohne eigene oder Fremde Muskelkraft fortbewegt, belastet er die Umwelt !!!
Und da ist es egal, ob mit Otto, Diesel, E, Wasserstoff, Druckluft ( ja auch das war mal ein Ansatz ) oder was auch immer. Und darum muß hier ein Ansatz her, das nicht jeder gezwungen ist täglich sein Auto zu benutzen. Wenn aber auf dem Dorf nur 3 mal am Tag ein Bus fährt, kannst du das halt vergessen.
Und so lang ein Flug, oder die Fahrt mit dem PKW von Frankfurt nach Hamburg zuverlässiger und vor allem billiger ist als die Bahn, brauchen wir uns eigentlich keine Gedanken über eine Umweltentlastung machen.

Viel mehr noch, müssen wir unbedingt von dieser Wegwerfgesellschaft wieder weg kommen. Nichts belastet die Umwelt mehr, als die Produktion neuer Güter.
Es ist nicht Umweltfreundlicher ein 15 Jahre altes Auto zu entsorgen und sich einen Neuwagen zu kaufen. darum sind unsere Oldtimer immer Umweltfreundlicher als jeder Neuwagen. Ich bin 40 jahre und habe in meinem Leben noch keine Neuwagen gekauft. Auch unser Familienauto, da wird ein ca 10 Jahre alter Wagen gekauft und gefahren, bis er mindestens 250000,- km runter hat oder mehr. jeder Euro der in die Reparatur gesteckt wird ist günstiger als ein Neuwagen.
Genauso mit z.B. einer Waschmaschiene, es ist nicht Umweltfreundlicher eine 8 Jahre alte Waschmaschine mit Klasse C auf den Müll zu werfen und sich dafür eine neue mit Klasse A++ zu kaufen. Darum waschen wir noch immer mit einer 25 Jahre alten Miele. Und so lang sie das auch noch zur vollen Zufriedenheit tut, kommt die auch nicht weg.
Einen LCD Flachbildferhseher haben wir erst seid ca 5 jahren, weil unser Röhrenfernseher da kaputt gegangen ist. Da hatten meine Nachbarn schon den dritten.

Ja, ich fahre gern mit meinen Autos, und da auch sehr viele unnütze Spazierfahrten, das wird mir gern mal vorgeworfen, das darf man auch gern machen. Wenn ich dann aber diesen Leuten mal ihre Umweltbilanz vorrechne, mit alle 4 Jahre ein neues Auto, jedes Jahr ein bis zwei mal mit dem Flieger oder Kreuzfahrtschiff in der Urlaub, reicht das schon. So viel kann ich gar nicht fahren, um das einzuholen. Wir machen da eh und je schon immer Urlaub im eigenen Land und haben es noch nie bereut.
So ich könnte mich hier noch ewig auskotzen, vom Plastiktütenverbot ( was seid langen das sinnvollste der Regierung war, wir fahren schon ewig mit Einkaufskörben los ) und was weiß ich denn noch, aber ich denke der Text reicht um meinen Standpunkt hier klar zu machen.

:D :D :D

Gruß

Harry Vorjee

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the Brain
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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von the Brain » 06.11.2019, 08:07

sir john hat geschrieben:
05.11.2019, 21:29
Erfreut euch an eurem Hobby. Ihr werdet die letzte Generation sein die sich daran erfreut

mein Reden...

Das ist Unsinn.

Der einzige Weg ist Verzicht, aber in diesem Jahrhundert wird sich kaum bis garnichts ändern.
Einer, von Einem gebauten.

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Motormann
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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von Motormann » 06.11.2019, 08:30

Ich habe meine Kindheit in den Siebzigern verbracht. Da wohnten die Männer in der Nähe ihres Arbeitsplatzes, ein Flug nach Übersee hat 10.000 DM gekostet und pro Haushalt gab es 0 bis 1 Auto. Eine vierköpfige Familie ist im Sommer wenns hochkam mit dem 60 PS Wagen an die Adria gefahren.
Und bekackte Kreuzfahrten gabs auch nicht.
Das wäre auch für heute ein ausreichendes Luxusniveau, aber irgendwann ist jedes Maß verloren gegangen.

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TheBochumer
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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von TheBochumer » 06.11.2019, 08:35

the Brain hat geschrieben:
06.11.2019, 08:07
sir john hat geschrieben:
05.11.2019, 21:29
Erfreut euch an eurem Hobby. Ihr werdet die letzte Generation sein die sich daran erfreut

mein Reden...

Das ist Unsinn.

Der einzige Weg ist Verzicht, aber in diesem Jahrhundert wird sich kaum bis garnichts ändern.
Genauso sieht es aus. Die größte Möglichkeit für Umweltschutz ist der Verzicht auf neue Produkte bzw. die Herstellung von langlebigen Produkten und deren stetige Reparatur und Verbesserung. Neufahrzeuge müssten dafür ausgelegt werden mindestens 30 Jahre zu halten (Karosserie, Plastik- und Gummiteile), Smartphone mindestens 10. Ist heute und war früher möglich. Geplante Obsoleszents ist die größte Sünde unserer Zeit. Verzicht auf all den billig Schrott der Milliardenfach aus Fernost zu uns kommt (Billigelektrogeräte, Plastikdeko, Billigeinwegkleidung). Das Thema Antriebstechnik im Automobilbereich wird in Deutschland und darüber hinaus rein idiologisch betrachtet. Es gab schon früher Zeiten wo es mehr E Autos gab als Verbrenner, die meisten Feuerwehrautos waren elektrisch da zuverlässiger. Synthetischen Sprit gab es schon im Zweiten Weltkrieg.
Es werden viele Sachen umgesetzt die früher deutlich besser und umweltfreundlicher gelöst wurden. Stichwort LKW Oberleitungen. Nannte sich früher Eisenbahn, hatte viel weniger Rollwiederstand und einen größeren Wirkungsgrad. Genauso wie Oberleitungsbusse(Straßenbahn).

Meiner Meinung nach wird sich die Elektromobilität nur auf Kurzstrecken durchsetzten, da hier der einzige technische Vorteil liegt. Dafür ist der Verbrenner viel zu vielseitig einsetzbar.
Gruß Jannik
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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von Harry Vorjee » 06.11.2019, 08:53

So in etwa sehe ich das auch, als Zweitwagen, für 15km Arbeitsweg, und den Weg zum Einkaufen und sonstige Kurzstrecken ist ein E-Auto nicht sinnlos und es ist für das E-Auto wohl auch gesünder als für den Verbrenner. Umweltfreundlicher ist es nicht. Denn die schön gerechnete Sauberkeit des E-Autos im reinen Betrieb, ( also lassen wir mal Produktion und Entsorgung weg ) klappt ja auch nur, wenn man die tatsächliche angegebene max Strecke von z.B. 395km ( Renault) schafft. Dies ist aber nur an einem Sonntag morgen im Mai im Norden Deutschlands. Denn man braucht dazu ca 20-22°C Lufttemperatur, und natürlich eine möglichst flache Strecke, die man konstant auf der Autobahn mit 90km/h fahren kann. Und viel wichtiger noch, die Batterien müssen mit reinem Ököstrom geladen sein. Nun kann sich aber jeder im Netz mal schlau machen, wieviel % von dem Strom aus unserer Steckdose tatsächlich " sauber" ist.

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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von Kekimo » 06.11.2019, 13:04

Motormann hat geschrieben:
06.11.2019, 08:30
Ich habe meine Kindheit in den Siebzigern verbracht. Da wohnten die Männer in der Nähe ihres Arbeitsplatzes, ein Flug nach Übersee hat 10.000 DM gekostet und pro Haushalt gab es 0 bis 1 Auto. Eine vierköpfige Familie ist im Sommer wenns hochkam mit dem 60 PS Wagen an die Adria gefahren.
Und bekackte Kreuzfahrten gabs auch nicht.
Das wäre auch für heute ein ausreichendes Luxusniveau, aber irgendwann ist jedes Maß verloren gegangen.

Schön war die Zeit :D
Elektroautos sind Edelschrott, ich versteh das ganze nicht, zumal ich nicht weiß, woher der ganze Strom kommen soll.
Das geht vielleicht in Norwegen mit der Handvoll Autos, aber doch nicht bei uns, wo über 50 Millionen Fahrzeuge zugelassen sind.
In diesem Fall nehme ich eine Verweigerungshaltung ein, ich tu mein Bestes für die Umwelt, im kleinen, in meiner Welt,
halte aber an meinem Diesel fest 8)
Weiß ich doch nicht, frag jemand anderen!
Bild

Der Schuß ging nach hinten los, der Zauber ist dahin! So long Freunde!

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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von sable » 06.11.2019, 23:34

Harry Vorjee hat geschrieben:
06.11.2019, 08:53
Nun kann sich aber jeder im Netz mal schlau machen, wieviel % von dem Strom aus unserer Steckdose tatsächlich " sauber" ist.

Harry vorjee
https://www.agora-energiewende.de/servi ... 06.11.2019

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Re: E-Fahrzeug : Sinnvoll oder eher nicht?

Beitrag von the Brain » 07.11.2019, 07:32

TheBochumer hat geschrieben:
06.11.2019, 08:35
the Brain hat geschrieben:
06.11.2019, 08:07
sir john hat geschrieben:
05.11.2019, 21:29
Erfreut euch an eurem Hobby. Ihr werdet die letzte Generation sein die sich daran erfreut

mein Reden...

Das ist Unsinn.

Der einzige Weg ist Verzicht, aber in diesem Jahrhundert wird sich kaum bis garnichts ändern.
Genauso sieht es aus. Die größte Möglichkeit für Umweltschutz ist der Verzicht auf neue Produkte bzw. die Herstellung von langlebigen Produkten und deren stetige Reparatur und Verbesserung. Neufahrzeuge müssten dafür ausgelegt werden mindestens 30 Jahre zu halten (Karosserie, Plastik- und Gummiteile), Smartphone mindestens 10. Ist heute und war früher möglich. Geplante Obsoleszents ist die größte Sünde unserer Zeit. Verzicht auf all den billig Schrott der Milliardenfach aus Fernost zu uns kommt (Billigelektrogeräte, Plastikdeko, Billigeinwegkleidung). Das Thema Antriebstechnik im Automobilbereich wird in Deutschland und darüber hinaus rein idiologisch betrachtet. Es gab schon früher Zeiten wo es mehr E Autos gab als Verbrenner, die meisten Feuerwehrautos waren elektrisch da zuverlässiger. Synthetischen Sprit gab es schon im Zweiten Weltkrieg.
Es werden viele Sachen umgesetzt die früher deutlich besser und umweltfreundlicher gelöst wurden. Stichwort LKW Oberleitungen. Nannte sich früher Eisenbahn, hatte viel weniger Rollwiederstand und einen größeren Wirkungsgrad. Genauso wie Oberleitungsbusse(Straßenbahn).

Meiner Meinung nach wird sich die Elektromobilität nur auf Kurzstrecken durchsetzten, da hier der einzige technische Vorteil liegt. Dafür ist der Verbrenner viel zu vielseitig einsetzbar.
Du hast auch nicht verstanden was ich meine. Mein Großvater hatte kein Auto. Kollegah fährt jeden Tag ca. 30km mittem Fahrrad zur Arbeit. Einfache Strecke.
Das ist der Verzicht von dem ich spreche. Alles andere ist Augenwischerei.

Der macht das ûbrigens freiwillig und 10mal im Jahr nimmt er den Wagen weil er als LI in seiner Bude Dokumente oder Laptop transportieren muss.
Einer, von Einem gebauten.

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