ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

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zeitmaschine
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ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von zeitmaschine » 14.06.2019, 19:01

Hi,
es gibt von mir selbst aufgestellte Schweißgesetze:
1) große Löcher sind große Löcher und werden wahrscheinlich beim richten noch viel viel größer.
2) kleine Löcher sind keine kleinen Löcher sondern getarnte Riesenkrater die im worst case das ganze Auto fressen.
3) umgekehrt werden aus großen Löchern nie kleine...
Ok, seit einiger Zeit im hinteren Längsträger, ungefähr dort wo die horizontalen Bögen aufhören und in der vertikalen übergehen, war seit geraumer Zeit ein stecknadelgroßes Loch. Heute mal mit dem Dremel draufgehalten und ne Briefmarke von ca. 3x4 cm rausgeflext. Das Blech ist von der Dicke her noch ganz gut, außen eigentlich absolut intakt, drinnen allerdings tobt heftig der Rost.....

Ich schätz mal mit entsprechend Chemie ist das Ganze bei der augenblicklichen Nutzung noch für ein paar Jahre gut. Aber irgendwie glücklich macht mich das langfristig nicht. Und wenn der untere Abschnitt schon heftig von innen fault, wird es den oberen Bananen nicht viel besser sein, auch wenn das alles noch ziemlich stabil zu sein scheint. Ich hab jetzt mal kurz wieder eine Briefmarke eingeschweisst, ist aber irgendwie wie an einem kaputten Dach ein paar Ziegel wechseln...

Den ganzen Mist eines Tages selber neu zu machen übersteigt meine Möglichkeiten und vor allem meine Lust. Ich denke ich würde das ganze zu einem Karosseriebauer bringen und sagen mach mal....hat das hier schon mal jemand machen lassen und wieviel Kilo Euro bleiben da über den Daumen gepeilt auf der Strecke? Macht es Sinn sich die Längsträger aus nem Schlachter zu holen und auf Halde zu legen für den Tag X?

VG, Wolfgang

Mike
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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von Mike » 14.06.2019, 19:22

Ganz ehrlich, ohne das man den Schaden gesehen hat, ist es schwer was zu sagen.

Aaaber Du hast geschrieben es ist alles noch stabil.
Wenn Du die Träger mit dem Hammer abklopfts und sich das bestätigt würde ich an Deiner Stelle, die kleinen Stellen schweissen und danach sämtliche Hohlräume mit Mike Sanders fluten - dann passiert in den Trägern gar nichts mehr, aber späteres schweissen ist dann auch nicht mehr, must alles andere also sorgfältig entrosten und Dir sicher sein alles gefunden zu haben was an dünnen Blechen fragil sein könnte.

Viel Erfolg Gruss

Mike

Jörg
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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von Jörg » 14.06.2019, 19:36

Das schlimmste, was du machen kannst:
Garnichts machen.
Gruß Jörg

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kanne
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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von kanne » 14.06.2019, 20:25

Mike hat geschrieben:
14.06.2019, 19:22
Ganz ehrlich, ohne das man den Schaden gesehen hat, ist es schwer was zu sagen.

Aaaber Du hast geschrieben es ist alles noch stabil.
Wenn Du die Träger mit dem Hammer abklopfts und sich das bestätigt würde ich an Deiner Stelle, die kleinen Stellen schweissen und danach sämtliche Hohlräume mit Mike Sanders fluten - dann passiert in den Trägern gar nichts mehr, aber späteres schweissen ist dann auch nicht mehr, must alles andere also sorgfältig entrosten und Dir sicher sein alles gefunden zu haben was an dünnen Blechen fragil sein könnte.

Viel Erfolg Gruss

Mike
doch schweißen geht auch noch,mußte mit nem heißluftfön heiß machen bis nichts mehr rausläuft.
danach mit dem bunsenbrenner trocken machen.

gruß andreas

Jörg
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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von Jörg » 14.06.2019, 21:18

Die richtigen Profis ( nicht solche Stümper wie ich) schwören darauf, es erst mit dem dünnflüssigen Fluidfilm einzusprühen und dann 2 Jahre später mit MikeSandersFett endversiegeln.
Gruß Jörg

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Mike
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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von Mike » 14.06.2019, 22:38

Joah, es heisst es sei so dünnflüssig , daß es zwischen gepunktete Blech läüft, ist auch richtg, wenn Du das Sanders Fett richtig heiß machst tut es das aber auch ;-)

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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von Deutscher Rekord » 15.06.2019, 08:13

Moin,
Ich schwör ja auf Wachs, ein Fluid welches es in verschiedenen Schichtdicken gibt. Die neueren Produkte werden auch trocken, soll man allerdings ab und zu erneut beschichten, hinterher schweißen ist aber auch nicht ganz unproblematisch, Da es sich um Wachs handelt und das Zeug dann auch gern mal anfängt zu brennen, geht aber. Bei den Tests mit dem Wachs wird durch die Kapillarwirkung die Kriechfähigkeit nachgewiesen, ausserdem steht es relativ lange offen.
Heisst Addrox und ist im öffentlichen Handel nicht verfügbar - leider. Wird in der Flugzeugindustrie eingesetzt.
Was ich mir nicht vorstellen kann ist über die Rostschäden einfach dieses Zeugs (egal was) rüberzuhauen, Da die Korrosion durch Salze verursacht wird und diese dadurch nicht entfernt werden. Sicherlich blockt man den Sauerstoff, aber ich bezweifle, Das es unter dem Zeug nicht mehr korrodiert, vielleicht etwas langsamer... So und nun auf nach Bockhorn😁
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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von mp3 » 15.06.2019, 19:03

Mike hat geschrieben:
14.06.2019, 22:38
....wenn Du das Sanders Fett richtig heiß machst tut es das aber auch ;-)
... nur bleibt es leider nicht lange genug heiß um in die kritischen Bereiche wirklich komplett vorzudringen.
Meine Meinung.
Gruß Stefan
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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von the Brain » 16.06.2019, 09:50

Ein Loch ist im Eimer Karl Otto, Karl Otto, ein Loxh ist im Eimer Karl Otto ein Loch.
Berlin, Berlin, , 4 reiten in Berlin!

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Re: ein Loch im Blech, stecknadelkopfgross....

Beitrag von Jörg » 16.06.2019, 13:24

Damals ein großer Karnevalshit, ohne Zweifel.
Wir älteren erinnern uns gerne, soweit wir das noch können.
Aber hier ist es nicht sehr zielführend. :mrgreen:
Gruß Jörg

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